Professional Coach & Trainer für ADHS und Neurodiversität

Über Florian Breitenbach
Der rote Faden in meinem Leben: Menschen im Mittelpunkt. Ob in Deutschland, Australien oder dazwischen, ob IT, Rettungsdienst, Projektmanagement oder Marketing – ich habe Menschen dabei unterstützt, ihre Stärken zu finden und Herausforderungen zu meistern.
Im Coaching und Training nutze ich diese vielfältigen Erfahrungen und Perspektiven, um zu verstehen, zu begleiten und Wege aufzuzeigen.
„Das mit Abstand Wichtigste, was man
in einer Beziehung tun kann, ob privat
oder beruflich, ist, jemandem seine volle
Aufmerksamkeit zu schenken.“— Brad Jacobs
Meine Story: Perspektiven aus Erfahrung
Zwischen zwei Welten & Schulzeit
Schon rein äußerlich war ich oft „zwischen den Welten“. Dieses Aufwachsen mit zwei kulturellen Identitäten schärfte früh meinen Blick dafür, dass es selten nur einen richtigen Weg gibt.
In der Schule war mein Weg oft ein Missverständnis. Ich brauchte Relevanz und ein „Warum“, statt starrer Strukturen, unter denen ich im Gymnasium oft unterging.
Vom Rettungsdienst zum Wendepunkt
Im Rettungsdienst fand ich ein Umfeld, in dem alles relevant war und mein Gehirn aufblühte. Später, im Projektmanagement, funktionierte ich lange durch unbewusstes „Masking“.
Erst der Lockdown brach meine externen Systeme auf und führte mich zu meiner späten ADHS-Diagnose. Ein Wendepunkt, der mir half, meine Schwächen nicht mehr zu verurteilen, sondern meine Systeme an meine Stärken anzupassen.
Mein Antrieb
Es fehlt in der Führungswelt oft nicht am Willen, sondern am Wissen.
Mein Antrieb ist es, zu verhindern, dass Menschen an Systemen zerbrechen, die nicht für ihre Denkweisen gemacht sind. Ich helfe dabei, den Blickwinkel zu erweitern und die eigenen PS endlich auf die Straße zu bringen.
Expertise & Fachlicher Hintergrund
Potenziale freisetzen: Individuell & Maßgeschneidert
Rund 10 % aller Menschen sind neurodivergent. In einer Geschäftswelt, die oft nur einen Standard-Denkstil kennt, geht dieses Potenzial verloren.
Ich unterstütze Fach- und Führungskräfte sowie Unternehmen dabei, neurodivergente Unterschiede als kraftvolle Stärken zu nutzen.
Qualifikationen
Schwerpunkte
Erfahrungen
Persönliches: Fokus durch Bewegung & Kreativität
Um neue Perspektiven zu sammeln und meine Batterien aufzuladen — abseits von Coaching und Training — finde ich meine Balance im Hyrox-Training, beim Bassspielen und auf Reisen.

Meine Story
Wir alle werden von unseren Erfahrungen geprägt – von den Menschen in unserem Leben, den Herausforderungen, die wir meistern, den Entscheidungen die wir treffen und auch unserer Umwelt. Diese Erfahrungen beeinflussen nicht nur unseren Führungsstil, sondern auch unsere Wahrnehmung und unser Handeln gegenüber der Welt.
Indem ich einige Höhepunkte meines eigenen Lebensweges hier teile, hoffe ich einen Eindruck vermitteln zu können, wer ich bin und wie meine Geschichte meine Arbeit prägt.
Zwei Welten
Schon rein äußerlich war ich oft „zwischen den Welten“. Während um mich herum der deutsche Standard herrschte, lief ich in der Oberstufe in Surferklamotten und Hawaiihemden mit australischen Motiven herum und hörte Bands aus Down Under, die hier niemand kannte.
Dieses Aufwachsen mit zwei kulturellen Identitäten hat meinen Blick geschärft: Ich lernte früh, dass es selten nur einen richtigen Weg gibt, Dinge zu tun.
Schule
Die Schule und ich – das war oft ein Missverständnis. Ich brauchte keine strenge, fordernde Stimme, sondern eine helfende Hand, die mir zeigt, wie ich an Aufgaben herangehe.
Stattdessen wurde ich oft herablassend behandelt. Wenn ich verträumt aus dem Fenster sah – mein Weg, mich mental zu regulieren – , wurde ich weggesetzt. In den kleinen Klassen der Grundschule ging es noch, aber in den 30er-Klassen des Gymnasiums ging ich unter.
Wenn ich nicht coache, finde ich meine Balance meist in der Bewegung oder im Kreativen.
Ein hartes Hyrox-Training hilft mir, den Kopf freizubekommen. Wenn der Körper arbeitet, kommt der Geist zur Ruhe.
Auch Bass zu spielen ist für mich pure Meditation und bringt mich in den Flow-Zustand. Und gegen den „Lagerkoller“ hilft nur eins: Reisen.
Neue Orte und Eindrücke sind für mich die beste Art, meine Batterien wieder aufzuladen.
Dabei war ich nicht dumm, ich brauchte nur Relevanz. Wenn Herr Pohl in Physik erklärte, warum etwas wichtig ist, oder wir in Erdkunde den Sonnenstand besprachen (ich liebe den Sommer!), war ich sofort dabei. Auch Bücher wie Süskinds „Das Parfum“ haben mich
gefesselt. Aber ohne dieses „Warum“ oder das Wecken von Interesse blieb oft nur das Label der Lehrer: „faul“, „uninteressiert“, „der will die Klasse wohl wiederholen“.
Arbeit
Nach der Schule fand ich endlich ein Umfeld, das zu meinem Gehirn passte: Der Rettungsdienst. Endlich war Biologie nicht mehr theoretisch, sondern „live“ – von der Molekularebene bis zur konkreten Lebensrettung. Ich war umgeben von motivierten Kollegen, hatte tolle Mentoren und einen fantastischen Professor. Die Abwechslung durch verschiedene Städte und Länder und das Adrenalin im Einsatz sorgten dafür, dass ich aufblühte. Hier war alles relevant.
Der Wechsel ins Projektmanagement war der nächste logische Schritt. Die Arbeit machte mir Spaß und ich war gut darin, Strukturen aufzubauen und Probleme zu lösen. Doch rückblickend erkenne ich, wie viel Energie mich das unbewusste „Masking“ gekostet hat – das ständige Anpassen an neurotypische Erwartungen, um professionell zu wirken. Solange die äußeren Rahmenbedingungen stimmten, funktionierte das gut.
Lockdown
Dann kam die Pandemie. Mit dem Lockdown fielen plötzlich alle externen Systeme weg, die mich stabilisiert hatten. Kein Büro, keine soziale Kontrolle, keine Abwechslung – stattdessen Winter, Isolation und Home-Office. Das war das genaue Gegenteil meiner Zeit im Rettungsdienst. Die Folgen waren drastisch: Meine Konzentration brach ein, innere Unruhe wechselte sich mit völliger Lähmung ab. Der Tiefpunkt war der Moment, als ich vor meinem Rechner saß, arbeiten wollte, aber absolut nichts tun konnte. In diesem Moment der „Frozenness“ wusste ich: Ich brauche Hilfe.
Turnaround
Die Diagnose war keine schlechte Nachricht, sondern eine Erlösung. Endlich verstand ich, dass ich nicht „kaputt“ oder „faul“ bin, sondern mit einer Exekutiven Dysfunktion kämpfe. Dieses Wissen war der Wendepunkt. Ich lernte, mir selbst zu vergeben und meine Schwächen nicht mehr zu verurteilen, sondern meine Systeme daran anzupassen. Vor allem aber lernte ich, meine Stärken wieder gezielt auszuspielen. Der „Kampf gegen mich selbst“ endete.
Die Energie, die vorher ins Masking floss, konnte ich nun wieder nutzen, um in den Flow zu kommen. Mein Alltag veränderte sich nicht durch Magie, sondern durch das richtige „Betriebssystem“ für meinen Kopf.
Warum ich mache, was ich mache
Es fehlt in der Führungswelt oft nicht am Willen, sondern schlicht am Wissen und tiefen Verständnis. Ein „Open Mind“ bringen viele Leader mit – ich helfe dabei, dieses Mindset mit dem nötigen Know-how zu füllen und den Blickwinkel wirklich zu erweitern.
Mein Antrieb ist dabei zutiefst persönlich: Ich möchte verhindern, dass Menschen zurückblicken und Dinge bereuen. Ich will nicht, dass andere Chancen verpassen, nur weil sie nicht wissen, wohin der Weg führt oder wie sie ihn gehen sollen. Niemand sollte sich so fühlen müssen, wie ich mich damals fühlte: allein, kaputt, müde und mit dem vernichtenden Glaubenssatz „Ich kann eh nichts“.
Ich helfe Menschen, sich selbst zu finden und ihre PS auf die Straße zu bringen, damit sie nicht am System zerbrechen, sondern darin aufblühen.